Stundenlohnrechner

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Im Arbeitsvertrag steht oft nur das Monatsgehalt, doch was verdienen Sie wirklich? Unser Stundenlohnrechner schafft sofort Klarheit über Ihr Brutto-Einkommen. Geben Sie einfach Ihre Arbeitszeit ein, um exakt Ihren Stundenlohn berechnen zu lassen oder das Jahresgehalt zu ermitteln.


So funktioniert der Stundenlohnrechner

Unser Stundenlohnrechner berechnet den Brutto-Stundenlohn aus einem bekannten Gehalt oder ermittelt umgekehrt das Monatsgehalt aus einem vereinbarten Stundenlohn. Der Rechner vergleicht das Ergebnis automatisch mit dem gesetzlichen Mindestlohn von 13,90 €/Stunde nach § 1 MiLoG.

Der Rechner bietet zwei Berechnungsrichtungen.

1. Stundenlohn aus Bruttogehalt

Geben Sie Ihr Bruttogehalt pro Monat, pro Jahr oder pro Woche sowie die Wochenstunden ein. Das Ergebnis zeigt:

  • Stundenlohn in €/Stunde
  • Wochenverdienst in Euro
  • Monatslohn als Durchschnittswert
  • Jahresverdienst in Euro

2. Gehalt aus Stundenlohn

Geben Sie Ihren vereinbarten Stundenlohn und die Wochenstunden ein. Der Rechner errechnet daraus den durchschnittlichen Monatslohn und den Jahresverdienst.

Bei jedem Ergebnis erscheint automatisch ein Mindestlohn-Vergleich: Ein grüner Hinweis bestätigt die Einhaltung des gesetzlichen Mindestlohns. Ein roter Hinweis zeigt die Unterschreitung des Mindestlohns an und weist auf den gesetzlichen Anspruch auf Nachzahlung hin.

Die Stundenlohn-Formel

Die Umrechnung von Monatslohn in Stundenlohn basiert auf dem Zeitfaktor 4,3333, der sich aus 52 Kalenderwochen ÷ 12 Monate ergibt:

Monatsstunden (Std.)   = Wochenstunden × 4,3333
Stundenlohn (€/Std.)   = Monatslohn (€) ÷ Monatsstunden

Bei einer 40-Stunden-Woche ergibt das 173,33 Monatsstunden, bekannt als die 173-Stunden-Formel. Sie wird von Lohnbuchhaltungen und Personalabteilungen bundesweit verwendet.

Die Umkehrformel für die Berechnung des Monatsgehalts lautet:

Monatslohn (€) = Stundenlohn × Wochenstunden × 4,3333

Beispiel: 3.000 € Monatsgehalt, 40 Stunden pro Woche

Monatsstunden:   40 × 4,3333         = 173,33 Std.
Stundenlohn:     3.000 ÷ 173,33      = 17,31 €/Std.

Alternativ zur 4,3333-Methode verwenden manche Arbeitgeber die Quartalsmethode: 3 × Monatslohn ÷ 13 ÷ Wochenstunden. Beide Methoden liefern identische Ergebnisse, da 13 ÷ 3 = 4,3333 gilt.

Stundenlohn Berechnungsbeispiele

1. Vollzeit mit Monatsgehalt

Ein Arbeitnehmer verdient 3.200 € brutto pro Monat bei einer 40-Stunden-Woche.

Monatsstunden:   40 × 4,3333         = 173,33 Std.
Stundenlohn:     3.200 ÷ 173,33      = 18,46 €/Std.
Jahresverdienst: 3.200 × 12          = 38.400 €

2. Stundenlohn in Monatslohn umrechnen

Ein Arbeitnehmer hat einen vereinbarten Stundenlohn von 16,00 € und arbeitet 35 Stunden pro Woche.

Monatsstunden:   35 × 4,3333         = 151,67 Std.
Monatslohn:      16,00 × 151,67      = 2.426,67 €
Jahresverdienst: 2.426,67 × 12       = 29.120 €

3. Teilzeit mit Jahresgehalt

Eine Teilzeitkraft erhält ein Jahresgehalt von 24.000 € bei 30 Stunden pro Woche.

Monatslohn:      24.000 ÷ 12         = 2.000 €
Monatsstunden:   30 × 4,3333         = 130,00 Std.
Stundenlohn:     2.000 ÷ 130,00      = 15,38 €/Std.

Was beeinflusst den Stundenlohn

Der Stundenlohn ist in Deutschland nicht einheitlich festgelegt. Mehrere Faktoren bestimmen die Höhe der Vergütung pro Stunde:

  • Branche: IT, Finanzen und Ingenieurwesen weisen deutlich höhere Stundenlöhne auf als Gastronomie, Reinigung oder Einzelhandel.
  • Qualifikation: Akademiker und Fachkräfte mit abgeschlossener Berufsausbildung verdienen im Durchschnitt mehr als ungelernte Hilfskräfte.
  • Berufserfahrung: Mit zunehmender Berufspraxis steigt der Stundenlohn in den meisten Berufen kontinuierlich an.
  • Region: Hamburg, Bayern und Baden-Württemberg liegen beim Stundenlohn deutlich über den ostdeutschen Bundesländern.
  • Betriebsgröße: Große Unternehmen zahlen in der Regel höhere Stundenlöhne als kleine Betriebe.
  • Tarifbindung: Tarifgebundene Betriebe zahlen nach festen Tarifverträgen, die häufig über dem branchenüblichen Durchschnitt liegen.

Der durchschnittliche Brutto-Stundenlohn in Deutschland betrug laut Statistischem Bundesamt 24,86 € im Jahr 2024. Dieser Wert variiert stark je nach Berufsfeld, Qualifikation und Region.

Stundenlohn und Überstunden

Der Stundenlohn bildet die Berechnungsgrundlage für Überstundenvergütungen. Überstunden werden in der Regel auf Basis des vertraglich vereinbarten Stundenlohns berechnet, häufig mit einem Zuschlag von 25 %, 50 % oder 100 % je nach Vereinbarung oder Tarifvertrag.

Beispiel: 10 Überstunden mit 25 % Zuschlag, Stundenlohn 18,46 €

Grundvergütung:  10 × 18,46          = 184,60 €
Zuschlag 25 %:   184,60 × 0,25       = 46,15 €
Gesamtbetrag:    184,60 + 46,15      = 230,75 €

Für die Berechnung von Nacht-, Sonn- und Feiertagszuschlägen steht der Nachtzuschlag-Rechner zur Verfügung.

Der Stundenlohn dient zudem als Berechnungsgrundlage für die Auszahlung von Resturlaub. Nach § 11 BUrlG bemisst sich das Urlaubsentgelt nach dem Durchschnittsverdienst der letzten 13 Wochen vor Urlaubsbeginn.

Mindestlohn und Stundenlohn

Der gesetzliche Mindestlohn beträgt seit dem 1. Januar 2026 bundesweit 13,90 € brutto pro Stunde nach § 1 MiLoG. Er gilt für alle volljährigen Arbeitnehmer in Deutschland, unabhängig von Branche und Beschäftigungsart.

JahrGesetzlicher Mindestlohn
20158,50 €/Std.
20209,35 €/Std.
202210,45 €/Std.
202412,41 €/Std.
202512,82 €/Std.
202613,90 €/Std.

Vom Mindestlohn ausgenommen sind Auszubildende, Praktikanten im Pflichtpraktikum sowie ehrenamtlich Tätige. Branchenspezifische Mindestlöhne gelten, wenn sie über dem gesetzlichen Mindestlohn liegen. Für eine detaillierte Mindestlohnprüfung steht der Mindestlohn-Rechner zur Verfügung.

Unser Stundenlohnrechner vergleicht automatisch jeden ermittelten Stundenlohn mit dem aktuellen Mindestlohn und zeigt die Abweichung in Euro pro Stunde an.

Wann sollte man den Stundenlohn berechnen

Den Stundenlohn zu kennen ist in vielen Alltagssituationen nützlich:

SituationNutzen
JobvergleichZwei Stellen mit unterschiedlichen Stunden und Gehältern objektiv vergleichen
GehaltsverhandlungEigenen Stundenwert kennen und als Argumentationsgrundlage nutzen
ÜberstundenVergütung für Mehrarbeit auf Basis des Stundenlohns berechnen
ResturlaubAuszahlungsbetrag für nicht genommenen Urlaub ermitteln
TeilzeitwechselAuswirkungen einer Arbeitszeitreduzierung auf das Monatsgehalt prüfen
MindestlohnkontrollePrüfen, ob das eigene Gehalt den gesetzlichen Mindestlohn erfüllt

Für die genaue Erfassung der tatsächlich geleisteten Arbeitsstunden steht der Arbeitszeitrechner zur Verfügung.


Häufige Fragen (FAQ)

Wie berechnet man den Netto-Stundenlohn?

Der Netto-Stundenlohn ergibt sich, indem Sie Ihr monatliches Nettogehalt durch die Monatsstunden teilen. Das Nettogehalt erhalten Sie aus dem Bruttogehalt nach Abzug von Lohnsteuer, Solidaritätszuschlag sowie den Arbeitnehmeranteilen zur Kranken-, Renten-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung. Da diese Abzüge von Steuerklasse, Bundesland und weiteren Faktoren abhängen, ist der Netto-Stundenlohn nur individuell zu berechnen.

Wie wirken sich Sonderzahlungen auf den Stundenlohn aus?

Sonderzahlungen wie Weihnachtsgeld oder Urlaubsgeld erhöhen den effektiven Stundenlohn, wenn sie in die Berechnung einbezogen werden. Geben Sie dazu das Jahresgehalt inklusive aller Sonderzahlungen in den Rechner ein. Der Stundenlohn basiert dann auf dem Gesamtjahresverdienst und liegt entsprechend höher als bei der reinen Betrachtung des Monatsgehalts.

Kann man den Rechner auch für Minijobs nutzen?

Ja. Geben Sie den monatlichen Verdienst und die Wochenstunden ein. Der Rechner zeigt automatisch den Stundenlohn und vergleicht ihn mit dem Mindestlohn von 13,90 €. Minijobber haben denselben Anspruch auf den gesetzlichen Mindestlohn wie reguläre Arbeitnehmer. Die Minijob-Grenze liegt 2026 bei 603 € monatlich. Weitere Informationen stellt die Minijob-Zentrale bereit.

Wie berechnet man den Stundenlohn bei variablen Arbeitszeiten?

Bei schwankenden Arbeitszeiten empfiehlt sich die Quartalsmethode: Addieren Sie die tatsächlich geleisteten Stunden der letzten drei Monate und teilen Sie das Ergebnis durch drei. Teilen Sie anschließend den entsprechenden Monatslohn durch diese Durchschnittsstundenzahl. So erhalten Sie einen repräsentativen Stundenwert, der saisonale Schwankungen berücksichtigt.

Was ist der Unterschied zwischen Stundenlohn und Stundensatz bei Freiberuflern?

Arbeitnehmer erhalten einen Stundenlohn, der auf dem Bruttogehalt basiert und Sozialabgaben des Arbeitgebers nicht einschließt. Freiberufler berechnen einen Stundensatz, der Sozialversicherung, Steuern, Ausfallzeiten, Betriebskosten und Gewinn abdeckt. Ein fairer Freiberufler-Stundensatz liegt daher deutlich über dem vergleichbaren Arbeitnehmer-Stundenlohn und berechnet sich nach einer eigenen Kalkulation.

Wie wirkt sich ein Arbeitgeberwechsel auf den Stundenlohn aus?

Ein höheres Monatsgehalt beim neuen Arbeitgeber bedeutet nicht zwingend einen höheren Stundenlohn, wenn gleichzeitig die Wochenarbeitszeit steigt. Berechnen Sie den Stundenlohn beider Angebote mit dem Rechner und vergleichen Sie die Werte direkt. Berücksichtigen Sie zusätzlich Sonderzahlungen und Urlaubstage, die den effektiven Stundenlohn erheblich beeinflussen können.
Über den Autor
Abd Ben, Entwickler und Autor von RechnerZentrale

Abd Ben

Entwickler & Autor

Ich entwickle alle Rechner auf RechnerZentrale. Mein Ziel ist es, präzise und einfach nutzbare Rechner und Tools für den deutschen Sprachraum kostenlos bereitzustellen.

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