One Rep Max (1RM) Rechner

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Der One Rep Max Rechner ist der Goldstandard für Bankdrücken, Kniebeugen & Co. Statt gefährliche Maximalversuche zu wagen, kannst du hier sicher dein 1RM berechnen. Ermittle deine Maximalkraft kostenlos, präzise und wissenschaftlich fundiert.


Was ist das One-Rep-Max

Das One-Rep-Max (1RM), auf Deutsch Einwiederholungsmaximum, ist das maximale Gewicht, das man bei einer bestimmten Übung für genau eine saubere Wiederholung bewegen kann. Es gilt als der zentrale Kraftindikator im Kraftsport und bildet die Basis für eine präzise Trainingsplanung.

Das 1RM wird in Kraftsportarten wie Powerlifting und Gewichtheben als Referenzwert eingesetzt. Aus ihm lassen sich direkt die optimalen Trainingsgewichte für jede Trainingszone ableiten, von Maximalkraft bis Kraftausdauer.

Wie funktioniert der One-Rep-Max-Rechner

Unser One-Rep-Max-Rechner berechnet das 1RM aus einem submaximalen Satz. Man gibt das bewegte Gewicht in Kilogramm und die sauber ausgeführten Wiederholungen ein und erhält sofort das geschätzte Einwiederholungsmaximum nach vier Formeln.

Eingaben:

  • Trainingsgewicht: das tatsächlich gehobene Gewicht in Kilogramm (gültig: 1 bis 500 kg)
  • Saubere Wiederholungen: die Anzahl der vollständig ausgeführten Wiederholungen (gültig: 1 bis 20)

Ergebnisse:

  • Geschätztes 1RM: Hauptergebnis nach der Epley-Formel in Kilogramm
  • Formelvergleich: Einzelergebnisse nach Epley, Brzycki, Lander und Mayhew sowie der Durchschnittswert aus allen vier Formeln
  • Trainingszonen: visuelles Zonendiagramm mit Gewichtsangaben für Maximalkraft, Kraft, Hypertrophie und Kraftausdauer
  • Trainingsplanung: vollständige Prozent-Tabelle von 50 bis 100 % des 1RM mit Wiederholungsbereichen und Zonenangaben
  • Rechenweg: schrittweise Berechnung aller vier Formeln mit den eingegebenen Werten

Für eine möglichst genaue Schätzung empfiehlt sich ein Satz mit 3 bis 10 Wiederholungen bis zur Muskelerschöpfung bei sauberer Technik. Ab 11 Wiederholungen nimmt die Genauigkeit der Schätzung messbar ab.

Die 1RM-Formel

Unser 1RM-Rechner verwendet vier etablierte Formeln der Trainingswissenschaft und bildet daraus einen Durchschnittswert. Jede Formel gewichtet Trainingsgewicht (G) und Wiederholungszahl (W) unterschiedlich und wurde an unterschiedlichen Populationen validiert.

1. Epley-Formel

1RM = G × (1 + W ÷ 30)

Die Epley-Formel wurde 1985 entwickelt und ist die am häufigsten verwendete. Sie liefert im Bereich von 1 bis 10 Wiederholungen solide Ergebnisse und ist der Standard in den meisten Trainingsapplikationen.

2. Brzycki-Formel

1RM = G × 36 ÷ (37 - W)

Die Brzycki-Formel wurde 1993 veröffentlicht und ist besonders präzise im Bereich von 2 bis 10 Wiederholungen. Bei höheren Wiederholungszahlen geht der Nenner gegen null, weshalb die Formel auf maximal 20 Wiederholungen begrenzt ist.

3. Lander-Formel

1RM = (100 × G) ÷ (101,3 - 2,67123 × W)

Die Lander-Formel verfolgt einen linearen Ansatz und liefert über das gesamte praxisrelevante Wiederholungsspektrum stabile Ergebnisse. Sie gilt als zuverlässige Allround-Formel für verschiedene Übungen.

4. Mayhew-Formel

1RM = (100 × G) ÷ (52,2 + 41,9 × e^(-0,055 × W))

Die Mayhew-Formel wurde 1992 entwickelt und verwendet eine Exponentialfunktion. Sie eignet sich besonders bei höheren Wiederholungszahlen von 10 bis 20, bei denen lineare Formeln ungenauer werden.

Der Durchschnittswert aus allen vier Formeln liefert die robusteste Schätzung und reduziert formelspezifische Ausreißer.

Beispiel für die 1RM-Berechnung

Ein Sportler drückt beim Bankdrücken 100 kg für 5 saubere Wiederholungen.

Epley:   100 × (1 + 5 ÷ 30)                            = 116,7 kg
Brzycki: 100 × 36 ÷ (37 - 5)                           = 112,5 kg
Lander:  (100 × 100) ÷ (101,3 - 2,67123 × 5)           = 113,7 kg
Mayhew:  (100 × 100) ÷ (52,2 + 41,9 × e^(-0,275))     = 119,0 kg

Durchschnitt: (116,7 + 112,5 + 113,7 + 119,0) ÷ 4     = 115,5 kg

Das geschätzte 1RM liegt damit bei rund 115 kg. Aus diesem Wert leitet unser Rechner direkt die Trainingsgewichte für alle Zonen ab.

1RM-Tabelle und Trainingszonen

Unser Rechner zeigt eine vollständige Prozent-Tabelle, die das 1RM in praxisrelevante Trainingsgewichte und Wiederholungsbereiche übersetzt.

% des 1RMWiederholungenTrainingszone
100 %1Maximalkraft
95 %2 bis 3Maximalkraft
90 %4Maximalkraft
85 %5 bis 6Kraft
80 %7 bis 8Kraft
75 %9 bis 10Hypertrophie
70 %11 bis 12Hypertrophie
65 %13 bis 15Hypertrophie
60 %16 bis 20Kraftausdauer
55 %21 bis 25Kraftausdauer
50 %25+Kraftausdauer

Die vier Trainingszonen unterscheiden sich in Intensität, Wiederholungsbereich und primärer Anpassungsreaktion:

  • Maximalkraft (90 bis 100 % des 1RM, 1 bis 4 Wiederholungen): Neuromuskuläre Adaptationen; der Körper lernt, mehr Muskelfasern zu rekrutieren und die intermuskuläre Koordination zu verbessern.
  • Kraft (80 bis 89 % des 1RM, 5 bis 8 Wiederholungen): Kombination aus neuromuskulären Anpassungen und Muskelquerschnittszunahme; Kernbereich des klassischen Krafttrainings.
  • Hypertrophie (67 bis 79 % des 1RM, 9 bis 15 Wiederholungen): Optimaler Reiz für Muskelwachstum durch mechanische Spannung, metabolischen Stress und Muskelschädigung.
  • Kraftausdauer (50 bis 66 % des 1RM, 16+ Wiederholungen): Metabolische Anpassungsreaktionen; geeignet für Aufwärmphasen, Techniktraining und konditionelle Grundlagen.

Was das One-Rep-Max beeinflusst

Das 1RM ist kein statischer Wert. Es unterliegt kurzfristigen Schwankungen und einer langfristigen Entwicklung durch mehrere Faktoren.

1. Neuromuskuläre Effizienz

Die Fähigkeit, möglichst viele Muskelfasern gleichzeitig zu aktivieren, hat den größten Einfluss auf das 1RM. Erfahrene Kraftsportler heben deutlich mehr als ihr Muskelquerschnitt allein erklären würde, weil ihr Nervensystem effizienter arbeitet.

2. Technik und Bewegungsausführung

Eine saubere, ökonomische Bewegungsausführung reduziert den Energieverlust und erhöht die effektiv übertragene Kraft. Schlechte Technik senkt das messbare 1RM unabhängig von der tatsächlichen Muskelkraft.

3. Tagesform und Ermüdung

Das 1RM schwankt je nach Schlafqualität, Stressbelastung, Ernährungsstatus und vorherigem Trainingsvolumen um 3 bis 10 %. Schätzungen aus submaximalen Sätzen unterliegen denselben Schwankungen und sollten immer im ausgeruhten Zustand und nach einer Aufwärmphase durchgeführt werden. Wer den eigenen Kalorienbedarf für eine optimale Trainingsversorgung berechnen möchte, findet auf kalorienbedarfrechner.de ein hilfreiches Tool.

4. Übungsspezifität

Das 1RM im Bankdrücken ist nicht auf Kniebeugen oder Kreuzheben übertragbar. Jede Übung hat ihr eigenes 1RM, das separat bestimmt werden muss.

One-Rep-Max und Maximalkraft

Das One-Rep-Max wird häufig mit dem Begriff Maximalkraft gleichgesetzt. Diese Unterscheidung ist für die korrekte Interpretation wichtig.

Maximalkraft:

  • Messung unter statischen, isometrischen Bedingungen
  • Höchste willkürlich erzielbare Kraft des neuromuskulären Systems
  • Referenzwert in der Sportwissenschaft und Rehabilitation

One-Rep-Max (1RM):

  • Messung bei vollständiger dynamischer Bewegung
  • Begrenzt durch die konzentrische Phase
  • Referenzwert in der Trainingspraxis und im Kraftsport

Es gibt daher eine messbare Diskrepanz zwischen isometrisch ermittelter Maximalkraft und dem in der Trainingspraxis bestimmten 1RM. Beide Begriffe sollten nicht synonym verwendet werden.

Wie genau ist der One-Rep-Max-Rechner

Vergleichsstudien zeigen eine hohe Übereinstimmung zwischen berechneten 1RM-Schätzungen und tatsächlich getesteten Maximalwerten. Drei Faktoren bestimmen die Genauigkeit der Schätzung:

  • Wiederholungsbereich: Die genauesten Ergebnisse liefert ein Satz mit 3 bis 10 Wiederholungen. Ab 11 Wiederholungen nimmt die Genauigkeit messbar ab, da Ausdauerkomponenten zunehmend eine Rolle spielen.
  • Individuelle Faktoren: Trainingsstatus, Übungserfahrung und Muskelfaserzusammensetzung beeinflussen die tatsächliche Wiederholungs-Intensitäts-Beziehung individuell.
  • Tagesform: Ermüdung, Schlaf und Ernährungsstatus können die Schätzung kurzfristig verschieben.

Die berechneten Werte sind daher als fundierte Orientierung zu verstehen, nicht als exakte Vorhersage.


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Häufige Fragen (FAQ)

Muss man das 1RM direkt testen oder reicht die Schätzung?

Für die meisten Trainingszwecke reicht die Schätzung aus einem submaximalen Satz vollständig aus. Ein direkter 1RM-Test erfordert eine ausgedehnte Aufwärmphase und einen erfahrenen Spotter. Zudem belastet er das Nervensystem erheblich. Er ist vor allem im Wettkampfumfeld oder bei spezifischen Leistungsdiagnosen sinnvoll. Im Trainingsalltag bietet die Schätzung mit 3 bis 10 Wiederholungen ein praktisch gleichwertiges Ergebnis bei deutlich geringerem Verletzungsrisiko.

Welche Formel ist am genauesten?

Keine einzelne Formel ist universell am genauesten, da die Wiederholungs-Intensitäts-Beziehung individuell variiert. Die Epley-Formel ist die am weitesten verbreitete und liefert im Bereich von 1 bis 10 Wiederholungen solide Ergebnisse. Die Brzycki-Formel ist bei 2 bis 6 Wiederholungen besonders präzise. Die Mayhew-Formel eignet sich besser bei höheren Wiederholungszahlen. Der Durchschnittswert aus allen vier Formeln minimiert formelspezifische Ausreißer und ist für die Praxis am robustesten.

Wie oft sollte man das 1RM neu berechnen?

Ein Intervall von 4 bis 8 Wochen ist sinnvoll, um Trainingsfortschritte zu erfassen und die Trainingsgewichte anzupassen. Kürzere Intervalle spiegeln häufig nur kurzfristige Tagesformschwankungen wider. Nach einem abgeschlossenen Trainingsblock führt man einen schweren Arbeitssatz mit 3 bis 5 Wiederholungen durch und berechnet daraus das aktualisierte 1RM.

Gilt das 1RM auch für Frauen?

Ja. Die Formeln zur 1RM-Berechnung gelten geschlechtsunabhängig, da sie auf der biomechanischen Beziehung zwischen submaximaler Last und Wiederholungszahl basieren. Das absolute 1RM unterscheidet sich zwischen Frauen und Männern aufgrund unterschiedlicher Muskelmasse und Hormonspiegel, aber die prozentualen Trainingsintensitäten und Zonen lassen sich gleichermaßen anwenden.

Warum zeigt der Rechner vier verschiedene Formeln?

Jede Formel wurde an unterschiedlichen Populationen und Übungen validiert. Durch die parallele Anzeige aller vier Werte kann man erkennen, wie eng die Ergebnisse beieinanderliegen. Eine enge Streuung deutet auf eine zuverlässige Schätzung hin. Eine breite Streuung signalisiert, dass der Wert als grobe Orientierung zu verstehen ist und der Satz idealerweise im Bereich von 3 bis 8 Wiederholungen wiederholt werden sollte.

Ab wie vielen Wiederholungen wird die Schätzung ungenau?

Ab 11 Wiederholungen nimmt die Genauigkeit der Schätzung merklich ab. Bei sehr hohen Wiederholungszahlen spielt die Kraftausdauer eine zunehmend größere Rolle, die von keiner der Formeln vollständig abgebildet wird. Die zuverlässigste Schätzung erhält man mit 3 bis 8 Wiederholungen bei einem Gewicht, das bis nahe ans Muskelversagen geführt wird.
Über den Autor
Abd Ben, Entwickler und Autor von RechnerZentrale

Abd Ben

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Ich entwickle alle Rechner auf RechnerZentrale. Mein Ziel ist es, präzise und einfach nutzbare Rechner und Tools für den deutschen Sprachraum kostenlos bereitzustellen.

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