Was ist der Notendurchschnitt?
Der Notendurchschnitt ist das arithmetische Mittel aller bewerteten Leistungen in einem festgelegten Zeitraum. Er fasst einzelne Noten aus mehreren Fächern oder Kursen in einer einzigen Kennzahl zusammen.
In Deutschland basiert der Notendurchschnitt meist auf der Schulnotenskala von 1 (sehr gut) bis 6 (ungenügend). In der gymnasialen Oberstufe tritt zusätzlich das Punktesystem von 0 bis 15 Punkten hinzu.
Andere Bezeichnungen für denselben Wert sind Notenschnitt, Zeugnisdurchschnitt und Durchschnittsnote. Unabhängig vom verwendeten Begriff ist damit immer derselbe Wert gemeint.
Wie funktioniert der Notendurchschnitt-Rechner?
Unser Notendurchschnitt-Rechner berechnet aus mehreren Einzelnoten automatisch den passenden Mittelwert. Man trägt die eigenen Werte ein und erhält das Ergebnis sofort inklusive Rechenweg.
Eingaben
Folgende Angaben nimmt unser Rechner für die Berechnung entgegen.
- Notensystem, wählbar über die Schaltflächen Schulnoten oder Punkte
- Gewichtung, wählbar über Ohne Gewichtung oder Mit Gewichtung; bei aktivierter Gewichtung erscheint pro Eintrag ein zusätzliches Gewichtungsfeld
- Note oder Punktzahl für jeden einzelnen Eintrag
- Fachname als optionale Beschriftung der Zeile
- LK-Kennzeichnung für doppelt gewichtete Leistungskurse, sichtbar bei aktivierter Gewichtung im Punktesystem
Ergebnisse
Nach der Berechnung zeigt unser Rechner mehrere Werte gleichzeitig an.
- Gewichteter und ungewichteter Notendurchschnitt im Vergleich
- Verbale Einstufung wie sehr gut oder befriedigend
- Notenverteilung über alle eingegebenen Werte
- Vollständiger Rechenweg mit allen Zwischenschritten
- Im Punktesystem zusätzlich die ungefähre Schulnote
Zielnote berechnen
Nach der ersten Berechnung steht zusätzlich ein Zielnoten-Modus zur Verfügung. Man gibt einen gewünschten Zieldurchschnitt sowie die Anzahl noch ausstehender Noten oder Punktzahlen ein, und unser Rechner ermittelt den dafür nötigen Wert in den restlichen Einträgen.
Ist das Ziel bereits gesichert oder rechnerisch nicht mehr erreichbar, zeigt der Rechner das direkt mit dem vollständigen Rechenweg an.
Die Notendurchschnitt-Formel
Die Grundformel für den Notendurchschnitt lautet: Summe aller Noten geteilt durch die Anzahl der Noten. Diese Formel gilt, sofern jede Note gleich stark zählt.
Notendurchschnitt = Summe aller Noten ÷ Anzahl der Noten
Dieselbe Formel gilt unverändert für das Punktesystem der Oberstufe. Man ersetzt lediglich Noten durch Punkte und erhält den Punktedurchschnitt nach demselben Rechenweg.
Zählen einzelne Noten unterschiedlich stark, kommt die gewichtete Formel zum Einsatz. Jede Note wird dabei mit ihrem individuellen Gewicht multipliziert.
Gewichteter Durchschnitt = Σ (Note × Gewichtung) ÷ Σ Gewichtung
Eine mit dem Faktor 2 gewichtete Note fließt doppelt so stark in den Durchschnitt ein wie eine Note mit dem Gewicht 1. Genau dieses Prinzip wendet unser Rechner bei aktivierter Gewichtung automatisch an.
Wer neben dem Notendurchschnitt weitere Kennwerte wie Median oder Modus berechnen möchte, findet diese in unserem Durchschnitt-Rechner.
Beispiele für die Notendurchschnitt-Berechnung
Vier Beispiele zeigen die Berechnung für beide Notensysteme, jeweils einmal ohne und einmal mit Gewichtung.
Beispiel 1: Schulnoten ohne Gewichtung
Drei Noten liegen vor: 2, 3 und 1, jeweils ohne Gewichtung.
Summe = 2 + 3 + 1 = 6
Notendurchschnitt = 6 ÷ 3 = 2,0
Der Notendurchschnitt beträgt 2,0 und entspricht der Bewertung gut.
Beispiel 2: Schulnoten mit Gewichtung
Mathematik erhält die Note 2,0 mit der Gewichtung 2. Biologie erhält die Note 3,0 mit der Gewichtung 1.
Gewichtete Summe = (2,0 × 2) + (3,0 × 1) = 4,0 + 3,0 = 7,0
Summe der Gewichte = 2 + 1 = 3
Gewichteter Durchschnitt = 7,0 ÷ 3 = 2,33
Der gewichtete Notendurchschnitt liegt bei 2,33. Ohne Gewichtung läge der einfache Mittelwert bei 2,5 und damit etwas schlechter, da die bessere, stärker gewichtete Note 2,0 sonst weniger Einfluss hätte.
Beispiel 3: Punkte ohne Gewichtung
Ein Schüler erreicht in vier Kursen 12, 9, 11 und 14 Punkte, jeweils ohne Gewichtung.
Summe = 12 + 9 + 11 + 14 = 46
Punktedurchschnitt = 46 ÷ 4 = 11,5
Der Punktedurchschnitt von 11,5 entspricht näherungsweise einer Schulnote.
Note = 17 ÷ 3 − 11,5 ÷ 3 = 1,83
Die Konstante 17 stammt, wie im Abschnitt zur Punkte-Noten-Umrechnung erklärt, aus den mittleren Punktwerten der Notenstufen. Gerundet ergibt sich eine Schulnote von etwa 1,8.
Beispiel 4: Punkte mit Gewichtung und LK
Deutsch wird als Leistungskurs mit 13 Punkten belegt und zählt deshalb mit der Gewichtung 2. Sport ist ein Grundkurs mit 9 Punkten und zählt mit der Gewichtung 1.
Gewichtete Summe = (13 × 2) + (9 × 1) = 26 + 9 = 35
Summe der Gewichte = 2 + 1 = 3
Gewichteter Punktedurchschnitt = 35 ÷ 3 = 11,67
Der gewichtete Punktedurchschnitt liegt bei 11,67 und entspricht näherungsweise der Schulnote 1,8. Ohne die LK-Gewichtung läge der einfache Mittelwert nur bei 11,0, da der gute Leistungskurs dann nicht stärker zählen würde.
Notendurchschnitt in der Grundschule berechnen
In der Grundschule fließen meist alle Fächer in den Notendurchschnitt ein, allerdings mit unterschiedlicher Gewichtung je nach Schule.
- Hauptfächer, Deutsch, Mathematik und Sachunterricht werden an vielen Schulen stärker gewichtet
- Nebenfächer, Kunst, Musik und Sport zählen häufig nur einfach
- Schriftliche Leistungen, zählen in der Regel mehr als mündliche Beiträge
- Fachausschlüsse, manche Schulen schließen einzelne Fächer, etwa Religion oder Betragen, ganz aus der Berechnung aus
In Bayern entscheidet zum Beispiel ein Notendurchschnitt bis 2,33 über die Empfehlung für das Gymnasium und ein Schnitt bis 2,66 über die Realschule. Andere Bundesländer kennen stattdessen ein freies Elternwahlrecht ohne festen Grenzwert.
Notendurchschnitt in der Mittelstufe berechnen
In der Mittelstufe gelten weiterhin die klassischen Schulnoten von 1 bis 6, wobei der Notendurchschnitt direkt über die Versetzung entscheidet. Anders als in der Grundschule werden Fächer hier häufiger gleich gewichtet.
- Note 5, lässt sich oft durch eine Note 3 in einem anderen Hauptfach ausgleichen
- Zwei Fünfen, führen in vielen Bundesländern zur Nichtversetzung
- Note 6, gilt dabei meist als nicht ausgleichbar
- Übergang in die Oberstufe, verlangt oft einen Gesamtschnitt von 4,0 oder besser sowie keine Note schlechter als 4 in den Kernfächern
Beim Mittleren Schulabschluss an Realschulen fließen zusätzlich zentrale Abschlussprüfungen in den Notendurchschnitt des Abschlusszeugnisses ein.
Notendurchschnitt in der Oberstufe berechnen
In der gymnasialen Oberstufe ersetzt das Punktesystem von 0 bis 15 Punkten die klassischen Schulnoten. 15 Punkte entsprechen der besten, 0 Punkte der schlechtesten Bewertung.
15 Punkte entsprechen dabei etwa 95 bis 100 % der maximalen Leistungsanforderung. Diesen Anteil kann man für andere Punktwerte mit unserem Prozentrechner selbst nachrechnen.
- Leistungskurse, zählen in der Oberstufe traditionell doppelt
- LK-Kennzeichnung, unser Rechner berücksichtigt diese Regel automatisch bei aktivierter Gewichtung im Punktesystem
- Punktedurchschnitt, ergibt sich wie beim Schulnotensystem aus der Summe aller Punkte geteilt durch die Anzahl der Kurse
- Abiturnote, folgt einem eigenen Berechnungsschlüssel aus Block I und Block II der Gesamtqualifikation mit einer maximalen Punktzahl von 900
Die genauen Einbringungsregeln für diese Gesamtqualifikation unterscheiden sich je nach Bundesland.
Punkte in Noten umrechnen
Einzelne Punktwerte lassen sich fest der bekannten Schulnotenskala zuordnen. Die folgende Tabelle zeigt die gängige Zuordnung.
| Punkte | Notentendenz |
|---|---|
| 15 bis 13 | 1 |
| 12 bis 10 | 2 |
| 9 bis 7 | 3 |
| 6 bis 4 | 4 |
| 3 bis 1 | 5 |
| 0 | 6 |
Für einen Punktedurchschnitt mit Nachkommastellen gilt näherungsweise die Formel: Note gleich 17 geteilt durch 3 minus Punktedurchschnitt geteilt durch 3.
Note = 17 ÷ 3 − Punktedurchschnitt ÷ 3
Die Konstante 17 ergibt sich aus der Tabelle oben. Jede Notenstufe umfasst 3 Punkte, und die mittleren Werte dieser Stufen, also 14, 11, 8, 5 und 2 Punkte, entsprechen genau den Noten 1 bis 5. Eine Gerade durch diese Punkte ergibt rechnerisch genau diese Formel.
Bei 11 Punkten ergibt sich eine Note von genau 2,0. Unser Rechner zeigt diese Umrechnung im Punktesystem automatisch an. Die exakte Abiturberechnung kann je nach Bundesland davon abweichen.
Was ist ein guter Notendurchschnitt?
Ob ein Notendurchschnitt gut ist, hängt stark vom jeweiligen Kontext ab. Eine grobe Orientierung bieten die folgenden Bereiche.
| Notendurchschnitt | Bewertung |
|---|---|
| 1,0 bis 1,5 | Sehr gut |
| 1,6 bis 2,5 | Gut |
| 2,6 bis 3,5 | Befriedigend |
| 3,6 bis 4,5 | Ausreichend |
| 4,6 bis 5,5 | Mangelhaft |
| 5,6 bis 6,0 | Ungenügend |
Für das Gymnasium empfehlen Lehrkräfte häufig einen Schnitt von bis zu 2,5 in den Hauptfächern. Für zulassungsbeschränkte Studiengänge wie Medizin liegt der nötige Abiturdurchschnitt meist unter 1,5, während für eine Ausbildung oft schon ein Schnitt von 2,5 bis 3,0 ausreicht.
Was beeinflusst den Notendurchschnitt?
Mehrere Faktoren wirken sich direkt auf den berechneten Notendurchschnitt aus. Wer diese Faktoren kennt, kann das eigene Ergebnis besser einordnen.
- Anzahl der Noten, wenige Noten reagieren stärker auf einen einzelnen Ausreißer als viele Noten
- Gewichtung, stark gewichtete Fächer oder Klassenarbeiten beeinflussen den Schnitt überproportional
- Notensystem, Schulnoten und Oberstufenpunkte führen wegen der unterschiedlichen Skalen zu unterschiedlichen Durchschnittswerten
- Rundungsregel, je nach Schule kann ein Grenzwert von 0,5 den Unterschied zwischen zwei Notenstufen ausmachen
Unser Rechner berücksichtigt alle diese Faktoren gleichzeitig und liefert deshalb ein nachvollziehbares, transparentes Ergebnis.
Aufrunden oder Abrunden beim Notendurchschnitt?
Bei der Rundung des Notendurchschnitts gilt meist die kaufmännische Regel. Werte bis 0,4 werden abgerundet, Werte ab 0,5 werden aufgerundet.
Ein Schnitt von 2,4 wird damit zur Note 2, ein Schnitt von 2,5 häufig zur Note 3. Bei genau 0,5 entscheiden oft Tendenznoten oder die Einschätzung der Lehrkraft über die endgültige Note.
Die genaue Rundungsregel legt jede Schule selbst fest. Eine verbindliche Aussage liefert daher nur die jeweilige Schulordnung oder Prüfungsordnung.
Warum ist der Notendurchschnitt wichtig?
Der Notendurchschnitt beeinflusst zahlreiche schulische und berufliche Entscheidungen. Er ist deshalb mehr als nur eine einzelne Zahl im Zeugnis.
- Versetzung in die nächste Klassenstufe
- Empfehlung für eine weiterführende Schule
- Zulassung zu Studiengängen mit Numerus Clausus
- Bewerbungen um Ausbildungsplätze
- Vergabe von Stipendien und Förderprogrammen
Wer regelmäßig seinen Notendurchschnitt berechnet, erkennt frühzeitig Verbesserungsbedarf. Das schafft Zeit, gezielt an schwächeren Fächern zu arbeiten, bevor das Zeugnis ausgegeben wird.
Auch im Studium bleibt der Notendurchschnitt relevant. Er wirkt sich auf Masterzulassungen und Stipendienbewerbungen aus und wird an Universitäten meist nach ECTS-Punkten gewichtet, sodass größere Module den Abschlussschnitt stärker beeinflussen als kleinere.
Für eine Promotion erwarten viele Betreuer einen Masterabschluss mit einem Notendurchschnitt von 1,5 bis 2,0. Bei Bewerbungsverfahren mit hoher Konkurrenz, etwa bei Unternehmensberatungen, gilt häufig ein Schnitt von 1,5 oder besser als Richtwert.
Notendurchschnitt verbessern
Der eigene Notendurchschnitt lässt sich gezielt verbessern, wenn man die größten Hebel kennt. Besonders wirksam sind Verbesserungen in stark gewichteten Fächern.
- Schwächere Hauptfächer priorisieren, da sie den Schnitt stärker beeinflussen als Nebenfächer
- Mündliche Mitarbeit regelmäßig einbringen, besonders bei knappen Randnoten
- Frühzeitig mit der Vorbereitung auf Klassenarbeiten beginnen
- Mit dem Zielnoten-Modus berechnen, welche Note in der nächsten Arbeit noch realistisch zum gewünschten Schnitt beiträgt
Wer diese Punkte beachtet, verbessert seinen Notendurchschnitt meist schon innerhalb eines Schulhalbjahres merklich.
Häufige Fehler bei der Notendurchschnitt-Berechnung
Beim manuellen Berechnen des Notendurchschnitts entstehen häufig dieselben Fehler. Die folgende Liste zeigt die wichtigsten Stolperfallen.
- Gewichtung vergessen, Klassenarbeiten und mündliche Noten zählen oft unterschiedlich stark, das wird beim Kopfrechnen leicht übersehen
- Notensysteme gemischt, Schulnoten und Oberstufenpunkte dürfen nicht direkt addiert oder gemittelt werden
- Fachausschlüsse übersehen, manche Schulen rechnen einzelne Fächer bewusst nicht in den Schnitt ein
- Zu früh gerundet, Zwischenergebnisse sollten erst am Ende gerundet werden, nicht bei jedem einzelnen Rechenschritt
Unser Rechner vermeidet diese Fehler automatisch, da er Notensystem, Gewichtung und Rundung konsequent getrennt verarbeitet.
Der Notendurchschnitt begleitet Schülerinnen und Schüler von der Grundschule bis zum Abitur. Mit unserem Notendurchschnitt-Rechner lässt sich der eigene Schnitt jederzeit schnell, kostenlos und nachvollziehbar berechnen.